Arthur Müller
21. Juni 1891 Leipzig
13. Mai 1933 Berlin
Arthur Müller
Der Sozialdemokrat Arthur Müller arbeitet in Berlin als Bürogehilfe. Zusammen mit seiner Ehefrau lebt er im Bezirk Charlottenburg, unweit der Schlossbrücke. Um die Errungenschaften der Weimarer Verfassung zu schützen, engagiert er sich im Reichsbanner. In der Nähe seiner Wohnung wird er im Herbst 1930 von mehreren Mitgliedern der NSDAP überfallen und am Kopf schwer verletzt. Durch einen zufällig vorbeikommenden bewaffneten Polizisten wird Schlimmeres verhindert.
Im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 besetzen Mitglieder der SA, der SS und der NSDAP in ganz Deutschland unzählige Einrichtungen der Arbeiterbewegung. In Berlin-Charlottenburg dringen Ende März Männer des SA-Sturms 33 gewaltsam in das Volkshaus der SPD ein und benennen es nach dem verstorbenen Charlottenburger SA-Mann Hans Maikowski. In der Folge nutzt die SA das Haus als Haft- und Folterstätte für ihre tatsächlichen und vermeintlichen politischen Gegner. Arthur Müller wird vermutlich im Mai 1933 von der SA festgenommen und in das Maikowski-Haus gebracht. Dort wird er am 13. Mai 1933 angeblich tot aufgefunden. Nach Angaben in einer Meldung an die Gestapo soll er sich erhängt haben.