Emil Kuhfeld
5. Dezember 1902 Berlin
30. Juni 1931 Berlin
Emil Kuhfeld
Emil Kuhfeld ist Mitglied in der SPD und gewerkschaftlich organisiert. Überzeugt von den Errungenschaften der Weimarer Verfassung engagiert er sich im Reichsbanner. Der 28-jährige Polizeioberwachtmeister ist – wie in den ersten Dienstjahren üblich – in einer Polizeiunterkunft kaserniert. Entsprechend der ihm zugeteilten Polizeikaserne in der Wrangelstraße in Berlin-Kreuzberg ist er hautsächlich in der Innenstadt im Einsatz.
Als am 30. Juni 1931 im Bezirk Friedrichshain eine spontane Ansammlung von Mitgliedern der KPD aufgelöst werden soll, leitet Kuhfeld das herbeigerufene Einsatzkommando. In der Frankfurter Allee auf Höhe der Petersburger Straße kommt es dabei zu einem Schusswechsel. Kuhfeld wird von einem Schuss in den Bauch schwer getroffen und in eine in der Nähe gelegenen Rettungsstelle in der Kadiner Straße gebracht. Dort erliegt er kurze Zeit später seinen Verletzungen.
Die Beisetzung von Emil Kuhfeld auf dem Friedhof Pankow-Schönholz findet unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Neben Tausenden zivilen Teilnehmern geben ihm mehrere hundert Schutzpolizisten und Polizeioffiziere und eine Abteilung des Reichsbanners das letzte Geleit.
Obwohl der Polizeipräsident von Berlin eine hohe Belohnung für Hinweise auf den Täter aussetzt, verlaufen die polizeilichen Ermittlungen nach dem Schützen erfolglos.