Adolf Schmidt
12. März 1932 Fellhammer
Adolf Schmidt
Der arbeitslose Bergarbeiter Adolf Schmidt lebt in Fellhammer, einer kleinen niederschlesischen Ortschaft in der Nähe von Waldenburg. Als überzeugter Republikaner engagiert er sich für die Errungenschaften der Weimarer Verfassung im Reichsbanner.
Am Tag vor der Reichspräsidentenwahl am 13. März 1932 nimmt er als Reichsbanner-Mitglied in Fellhammer an einer Demonstration der Eisernen Front teil. Schmidt schirmt den mehrere Hundert Menschen umfassenden Aufmarsch am Ende des Zuges ab. Im Verlauf der Demonstration kommt es wiederholt zu verbalen Attacken rechtsgerichteter Passanten. Schließlich führt die Strecke an einem Lokal vorbei, das Mitglieder der NSDAP als Treffpunkt nutzen. Dort kommt es zu einem hefigen Handgemenge, bei dem mehrere Männer zu Boden gehen. Zunächst kann auch Adolf Schmidt wieder aufstehen, fällt nach wenigen Schritten jedoch in Ohnmacht und stirbt auf offener Straße. Eine Obduktion ergibt äußere Gewalteinwirkungen als Todesursache.
Die Ermittlungen der Oberstaatsanwaltschaft Schweidnitz gegen ein 32-jähriges Mitglied der NSDAP sind langwierig. Sie werden acht Monate nach dem Tod von Adolf Schmidt mangels Beweises schließlich eingestellt.